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Atlas Copco führt mobile Ausrüstung für Stollenmundlöcher ein

2013-12-04

Atlas Copco führt in Kürze ein neues mobiles Bohrgerät für so genannte Mundlöcher von Bergewerksstollen ein. Das neue Gerät mit der Bezeichnung Easer eignet sich für Boxloch-Bohrungen und Downreaming mit einem Bohrlochdurchmesser bis 750 mm sowie für herkömmliches Raiseboring mit einem Bohrlochdurchmesser bis 1.200 mm.

Easer L

Der Easer: ein neues mobiles Bohrgerät von Atlas Copco speziell zum Bohren von Stollenmundlöchern.


Seit der Einführung des Raiseboring Mitte der 1960er-Jahre gilt dieses Verfahren als sicherste und produktivste Methode zum Bohren von Aufbrüchen im Untertagebau. Beim Blockbruchbau und bei den meisten Arten des Etagenbaus fungieren Aufbrüche in großer Zahl bei den Sprengungen als Ausdehnungsöffnungen für das Gestein.

Herkömmliche Raiseboring-Maschinen erfordern eine Betonplattform und Ankerbolzen zur Stabilisierung der Maschine während des Betriebs. Dabei macht die eigentliche Bohrung kurzer Aufbrüche oftmals weniger als 50 % der gesamten Bearbeitungsdauer aus.

Die steigende Nachfrage nach einem hochmobilen und vielseitigen Bohrgerät speziell zum sicheren und effizienten Anlegen von Mundlöchern hat zur Entwicklung des Easer geführt. Mit diesem Gerät sind Mundlöcher mit einem maximalen Durchmesser von 750 mm und einer Lochtiefe bis 60 m möglich. Zum Einsatz kommen ein Standardbohrgestänge mit 200 mm (8 Zoll) und eine Pilotbohrkrone mit 228 mm (9 Zoll).

Mit Ausnahme des Bohrgestänges ist die gesamte für den Betrieb erforderliche Ausrüstung Teil des Unterwagens, und der Standort muss für die Aufstellung des Geräts nicht speziell vorbereitet werden.

„Unser Hauptziel bei der Entwicklung des Easer besteht darin, den Arbeitsablauf zu beschleunigen“, erläutert Johnny Lyly, Produktmanager bei Atlas Copco. „Der Zeitrahmen zur Bohrung eines Mundlochs von 40 m beträgt vom Aufbau bis zum Abbau 30 Stunden, wobei Auf- und Abbau selbst weniger als eine Stunde in Anspruch nehmen.“

Der Easer bietet dieselben Bohrmodi wie bislang eingesetzte Raiseboring-Maschinen: Boxloch-Bohren, Downreaming und herkömmliches Raiseboring. Zum Umschalten von Boxloch-Bohren auf Downreaming wird das Getriebegehäuse um 180 Grad gedreht – ein einfacher Vorgang, der in einer Werkstatt unter Tage durchgeführt werden kann. Im Raiseboring-Modus beträgt die Bohrkapazität bis zu 1.200 mm.

Die Bezeichnung „Easer“ leitet sich vom englischen Begriff „ease off“ ab, was so viel wie „Druck wegnehmen“ bedeutet und im Zusammenhang mit Sprenglöchern verwendet wird, in die sich das Gestein bei einer Sprengung ausdehnen kann.

Die Markteinführung des Easer ist für 2014 geplant.

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Die Unternehmenssparte Untertagebau von Atlas Copco gehört zum Geschäftsbereich Bergbautechnik. Sie ist zuständig für Entwicklung, Fertigung und Vermarktung einer breiten Palette an Tunnel- und Bergbaumaschinen für verschiedene Einsatzbereiche im Untertagebau weltweit. Der Schwerpunkt liegt auf der Steigerung des Kundennutzens durch innovatives Produktdesign und Supportsysteme für den Aftermarket. Hauptsitz und Hauptproduktionsstätte befinden sich im schwedischen Örebro.