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Atlas Copco bringt Elemex auf den Markt – eine Pfahlbohrlösung für sensible Gebiete

2010-03-01

Casing-Drilling ist eine Pfahlbohrmethode, die häufig beim Bau von Fundamenten in städtischen Gebieten eingesetzt wird. Heutzutage legen Gutachter immer größeren Wert auf den Einsatz von Senkbohrhämmern beim Bau von Fundamenten. Gleichzeitig achten sie aber zunehmend darauf, dass beim Einsatz von Druckluftgeräten keine umliegenden Strukturen durch Druckluftverluste oder zu tiefes Bohren beschädigt werden. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Atlas Copco ein neues System entwickelt, und stellt nun das Elemex Casing-Drilling-System mit kontrolliertem Spülstrom vor.

Elemex-Volumenstrom

Dank der verbreiterten Bohrkrone wird der Volumenstrom entlang der Oberfläche der Bohrkrone umgeleitet, sodass ein effizientes Spülen möglich ist, ohne dass Druckluft in das umliegende Bodenmaterial entweicht.


Der Einsatz von Senkbohrhammer-Systemen beim Fundamentbau bringt zahlreiche Vorteile mit sich: hohe Produktivität, gerade Bohrlöcher und die Möglichkeit, sehr tiefe Bohrungen durchzuführen – um nur einige zu nennen. Wird dabei in der Nähe von bereits vorhandenen Fundamenten gearbeitet, ist der Austrag des Bohrkleins mithilfe von Druckluft allerdings nicht ganz einfach. Der Druckluftstrom muss stark genug sein, um das Bohrklein zur Oberfläche transportieren zu können und darf gleichzeitig nicht in das umgebende Material entweichen oder in zu starkem Maße Bodenmaterial entfernen. Dieses Problem tritt insbesondere bei schwierigen Bodenverhältnissen auf. Bei Arbeiten in Lehmböden kann die Druckluft in umliegende, bereits vorhandene Fundamente entweichen und so die Adhäsion zwischen Bodenmaterial und lasttragenden Elementen schwächen. Dadurch besteht die Gefahr von plötzlichen Bodensetzungen. Bei Sandböden kann übermäßiges Spülen den Untergrund lockern und so das Haltevermögen von bereits vorhandenen Reibungspfählen herabsetzen, wodurch es wiederum zur Verkrümmung der Pfähle und zu Bodensetzungen kommen kann.
Das Kontrollieren der Druckluft stellt sowohl an den Bediener des Bohrgeräts als auch an das Casing-Drilling-System selbst höchste Anforderungen. Konventionelle Systeme drücken die Luft gerade in den Boden hinein. Dieses Verfahren wurde von Gesteinsbohranwendungen übernommen, bei denen so viel Druckluft wie möglich auf die Gesteinsflächen gerichtet werden muss, um eine effektive Reinigung zu erreichen. Beim Überlagerungsbohren darf der Spülstrom jedoch nur gerade so stark sein, dass nur das Bohrklein aus der Bohrung entfernt wird.

Elemex-System

Ein Bediener befestigt die Elemex-Pilotbohrkrone am Bohrstrang



Das neue und äußerst zuverlässige Elemex-Systemreduziert das Entweichen von Druckluft in das umliegende Bodenmaterial, indem die Druckluft niemals direkt auf das Material gerichtet ist. Das einzigartige Konzept hinter der Elemex-Konstruktion beruht auf dem Umleiten des Druckluftstroms. Sobald die Druckluft die Bohrkrone erreicht, wird sie gegen die Wände der verbreiterten Bohrkrone geblasen, wodurch der Druckluftstrom über deren Oberfläche umgeleitet wird. Auf diese Weise wird der Druck des Volumenstroms gerade so weit reduziert, dass ein effizientes Spülen der Bohrkronenfläche gewährleistet ist, ohne dass Druckluft in das umliegende Bodenmaterial entweicht. Durch den Einsatz des Elemex-Systems können Sie also nicht nur beruhigt sein, dass umliegende Strukturen unbeschädigt bleiben und die Menschen in der Nähe der Baustelle sicher sind, Sie können auch alle Vorteile von Senkbohrhämmern nutzen und so eine maximale Produktivität erreichen. Bei Einsatz des Elemex-Systems ist keine spezielle Bedienerschulung für das Steuern des Druckluftstroms erforderlich – Elemex übernimmt diese Aufgabe für Sie. Während unseres umfassenden Prüfprogramms haben Gutachter vor Ort den Grundwasserspiegel gemessen und beim Arbeiten mit dem Elemex-System keine Änderung festgestellt. Es wurden auch keinerlei Setzungen an den benachbarten Gebäuden beobachtet.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:
  • Steve Greer, Vice President Geotechnical Engineering Business
    Atlas Copco Geotechnical Drilling and Exploration
    Telefon: + 46 708 56 96 14                                                                    
    E-Mail: steve.greer@se.atlascopco.com
  • Mathias Lewén, Vizepräsident Unternehmenskommunikation
    Atlas Copco Geotechnical Drilling and Exploration
    Telefon: + 46 702 40 80 06                                                                    
    E-Mail: mathias.lewen@se.atlascopco.com

Atlas Copco ist ein international führender Anbieter von industriellen Produktivitätslösungen. Die Produkte und Dienstleistungen umfassen Druckluft- und Druckgasausrüstungen, Generatoren, Bau- und Bergbauausrüstungen, Industriewerkzeuge und Montagesysteme sowie entsprechende Servicedienstleistungen und Vermietung. In enger Zusammenarbeit mit Kunden und Geschäftspartnern und mit 136 Jahren Erfahrung sorgt Atlas Copco durch innovative Technik für höchste Produktivität. Mit Hauptsitz in Stockholm, Schweden, ist die Gruppe weltweit auf über 160 Märkten tätig. 2008 beschäftigte Atlas Copco 34.000 Mitarbeiter und erzielte einen Umsatz von 74 Mrd. SEK (7,7 Mrd. EUR). Besuchen Sie uns auf http://www.atlascopco.com.
 
Atlas Copco Geotechnical Drilling and Exploration ist ein Teil des Unternehmensbereichs Construction and Mining Technique von Atlas Copco. Dieser Bereich entwickelt, produziert und vertreibt Ausrüstungen für Explorationsbohrungen und die Geotechnik. Der Hauptsitz befindet sich in Märsta, Schweden, und die Produktion verteilt sich auf spezialisierte Kompetenzzentren in Nordamerika, Europa, Afrika und Asien.