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Drucklufttrocknung; Wassergehalt definiert Qualität

2008-01-01

Maschinen lieben trockene Luft

Was für den Menschen eher eine Qual ist, ist für Maschinen und Produktionsanlagen das Mittel der Wahl: extrem trockene Luft. Denn so lassen sich Korrosionsprobleme vermeiden. Entscheidend ist die sogenannte relative Feuchtigkeit, die sich in der Technik, und hier insbesondere bei Druckluft, über den Drucktaupunkt beschreiben lässt.

Korrosion in Rohrleitungssystemen oder zu viel Wasserdampf in Maschinen kann zum Produktionsstillstand führen. Schuld kann zu feuchte Druckluft sein – was sich aber mit geeigneten Trocknern vermeiden lässt. Denn ein zu hoher Wasserdampfgehalt ist zwingend zu vermeiden, will man Schäden bis hin zum Stillstand verhindern. Doch wie trocken muss Druckluft eigentlich sein?
Das Maß aller Dinge ist die relative Feuchte. Liegt sie unterhalb von 50 %, ist nicht mit Korrosion in den Rohrleitungen oder Behältern zu rechnen. Ein anderes Problem kann das Vereisen der Leitungen sein, wenn diese im Freien liegen. Im Winter kann die Druckluft hier so weit abkühlen, dass Wasser kondensiert und dann gefriert. Wird die Grenze von 50 % relativer Feuchte überschritten, muss Druckluft entsprechend aufbereitet werden.

Mit relativer Luftfeuchte bezeichnet man den Wassergehalt der Luft im Verhältnis zur Sättigung. Steigt die Temperatur, kann auch mehr Wasserdampf aufgenommen werden, bis die Luft gesättigt ist – und der sogenannte Taupunkt erreicht wird. Kommt dann noch mehr Wasserdampf hinzu, kann dieser nicht mehr aufgenommen werden und kondensiert. Auch wenn warme Luft abgekühlt wird, kann der Taupunkt erreicht werden, da die aufnehmbare Menge an Wasserdampf mit der Temperatur sinkt. In der Regel setzt man bei gegebenem Druck den Temperaturwert des Taupunkts, also die Taupunkttemperatur, mit dem Taupunkt gleich. Damit ist die Temperatur der feuchten Luft gemeint, bei der diese gesättigt ist (siehe Bild 2). 1 m³ Luft mit einer Temperatur von 35 °C kann maximal 39,573 g Wasserdampf aufnehmen und ist damit gesättigt. Bei 20 °C ist die Sättigung dagegen schon bei 17,289 g/m³ erreicht. Am eigenen Leib kann das spüren, wer einmal das Tropenhaus im zoologischen Garten besucht (zu warm, zu feucht!) oder im Winter ordentlich geheizt hat (zu trocken!). Die Luftfeuchtigkeit war dann „relativ" hoch oder „relativ" niedrig.
 


Ingo Wüstemeyer

Aftermarket Marketing Manager

Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH

Langemarckstraße 35
45141 Essen

www.atlascopco.de

Dorothée Pichler

Kommunikation

Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH

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