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Atlas Copco und Linde Gas arbeiten zusammen, um Heliumlösungen zu entwickeln

2014-07-02

Wilrijk, Belgien, Juli 2014: Die Hochdruckprodukte von Atlas Copco sind das Ergebnis von fast 100 Jahren umfassender Erfahrung im Bereich der Hochdrucktechnologie. Atlas Copco hat in der Zeit langfristige, partnerschaftliche Beziehungen mit bekannten, internationalen Anbietern von Industriegas aufgebaut und bietet diesen nun Lösungen für Gasprozesse.

Heliumkompressor
Der Konzern Linde ist ein weltweit führendes Unternehmen für Industriegas und -technik mit ca. 50.500 Mitarbeitern in über 100 Ländern. Als einer der ersten internationalen Hersteller von Industriegasen mit einer Niederlassung in China seit den 1980er-Jahren hat Linde eng mit seinen Kunden aus der Chemie, Petrochemie, Metallurgie, Fertigung, Elektronik, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie zusammengearbeitet und ein starkes Wachstum verzeichnet. Atlas Copco sowie der Industriegaskonzern Linde haben weltweit mit hunderten von Unternehmen für Hochdruck-Kompressoren zusammengearbeitet, die die Gasversorgungsanlagen von Linde mit Strom versorgen.

Im Jahr 2011 hat Linde zwei Sätze Heliumkompressoren für die Heliumversorgungsanlagen in Pixian, Chengdu, erworben. Das Projekt bestand darin, einen internationalen Hersteller für professionelle Produkte der bildgebenden Medizintechnik, insbesondere Magnetresonanztomographie-Systeme (MRT), mit Kühlhelium zu versorgen. MRT-Systeme erfordern eine kontinuierliche Versorgung mit niedrig temperierter Luft, damit die Magnetspule des Scanners gekühlt wird. Dadurch entstehen supraleitende Eigenschaften in der Spule und der Strom kann reibungslos durch die Spule fließen, indem ein hochintensives Magnetfeld erzeugt wird.

Hohe Durchflussrate, niedrige Wartungskosten und sicherer Betrieb

Flüssiges Helium ist das einzige Kühlmedium, das die Magnetspule auf eine extrem niedrige Temperatur abkühlen kann, um eine Supraleitfähigkeit zu erzielen (kein Widerstand). Allerdings kann der im Hochdruckbehälter entstehende Druck des flüssigen Heliums bis zu 50 oder 60 Psig erreichen, und das Helium kann nicht direkt in das MRT-Gerät gepumpt werden. Stattdessen wird es durch einen professionellen Heliumkompressor herausgepumpt, der das flüssige Helium auf höchstens 10 Psig verdichtet, sodass es problemlos in das MRT-Gerät gefüllt werden kann.

Ein Heliumkompressor ist ebenfalls zum Ausstoßen des verdampften Heliums erforderlich, das bei der Erzeugung einer MRT entsteht. Dieses kann sich nämlich nachteilig auf Leistung und Stabilität des Kompressors auswirken. Daher hat sich Linde für einen Heliumkompressor von Atlas Copco entschieden.

Der Heliumkompressor von Atlas Copco wurde speziell für Gase mit geringer Dichte entwickelt. Der fünfstufige Kompressor arbeitet mit einer niedrigen Verdichtungstemperatur und verfügt über ein gasdichtes Kurbelgehäuse. Dadurch wird sichergestellt, dass es nicht zu einem Gasverlust bzw. einer Kontaminierung des Gases kommt, wenn Abluft vom Kurbelgehäuse zur Ansaugseite geleitet wird. Der Kompressor zeichnet sich durch eine hohe Durchflussrate, niedrige Wartungskosten sowie einen sicheren Betrieb aus und hat sich weltweit bewährt.

Stabiler Betrieb seit 2012

"Für die Kompressoren von Atlas Copco haben wir uns nicht nur deshalb entschieden, weil Atlas Copco ein führendes Unternehmen im Bereich der heutigen Hochdrucksysteme ist, sondern auch aufgrund ihrer hervorragenden Leistung, hohen Zuverlässigkeit und Beständigkeit. Wir hatten sogar mehr Vertrauen, nachdem Linde und Atlas Copco eine langfristige, internationale Beziehung aufgebaut hatten", so Yang Jun, Standortleiter der Niederlassung von Linde Gas in Chengdu und Verantwortlicher für das Projekt.

"Helium hat die Eigenschaft einer sehr geringen, verdichtungsspezifischen Wärme, sodass die Temperatur von Helium bei Verdichtung sehr hoch ansteigen kann. Zudem muss eine Vermischung mit Luft unbedingt vermieden werden. Mittlerweile benötigt das MRT-Gerät keine Kompressor-Stillstandszeit mehr, die auf sehr lange Vorkühlzeiten oder hohe Betriebskosten zurückzuführen ist. Dadurch wird ein leistungsstarker Kompressor erforderlich. Heliumkompressoren wurden entwickelt, um insbesondere den Bedarf an Heliumförderung sowie an einer hohen Stabilität und Sicherheit während des Betriebs, zu decken. Dies ist die zuverlässige Garantie für das ganze Projekt der Versorgung mit flüssigem Helium!", fügte Jun hinzu.

Zwei Sätze Heliumkompressoren werden zur Förderung von Helium mit hoher Reinheit und niedriger Reinheit eingesetzt. Seit dem Testen der Kompressoren vor Ort im März 2012 wurde bei den Einheiten ein stabiler Betrieb festgestellt. Als Service Manager des Kundendiensts von Atlas Copco der westlichen Staaten hat Zhang Daipin den Probelauf am Standort von Linde in Pixian beobachtet. Er sagte: "Das professionelle Team von Atlas Copco hält sich an ein kundenorientiertes Servicekonzept, um einen stabilen und effizienten Betrieb des Produkts mit regelmäßigen Servicebesuchen vor Ort sicherzustellen."

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Atlas Copco ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Produktivitätslösungen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden innovative Kompressoren, Vakuumlösungen, Luftaufbereitungssysteme, Bau- und Bergbaugeräte, Elektrowerkzeuge und Einbausysteme. Bei den Produkten und Dienstleistungen von Atlas Copco stehen Produktivität, ein hoher Wirkungsgrad, Sicherheit und ergonomische Gestaltung im Mittelpunkt. Das Unternehmen wurde 1873 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Stockholm und beliefert Kunden in über 180 Ländern. Im Jahre 2013 erzielte Atlas Copco Einnahmen in Höhe von 84 Mrd. SEK (9,7 Mrd. Euro) und beschäftigte über 40.000 Mitarbeiter.

Der Geschäftsbereich Kompressortechnik von Atlas Copco liefert Industriekompressoren, Vakuumlösungen, Gas- und Prozesskompressoren, Expander, Luft- und Gasaufbereitungsanlagen sowie Luftmanagementsysteme. Der Geschäftsbereich verfügt über ein weltweites Servicenetz und sorgt für Innovationen im Bereich der nachhaltigen Produktivität für Kunden aus der Fertigung, der Öl-, Gas- und Prozessindustrie. Die Hauptstandorte für Produktentwicklung und Fertigung befinden sich in Belgien, Deutschland, den USA, China, Indien und Korea