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Das neueste Fertigungswerk von Atlas Copco setzt neue Maßstäbe bei nachhaltigem Design und schlanker Produktion

2014-04-24

Wilrijk, Belgien, April 2014. Als das Projektteam von Atlas Copco die Aufgabe in Angriff nahm, in Chakan, einem Industriegebiet in der Nähe von Pune in Indien, ein neues Fertigungswerk zu bauen, nahmen sie zugleich die Herausforderung an, mit diesem Werk im Hinblick auf nachhaltiges Design und hochmoderne Produktion für Atlas Copco neue Maßstäbe zu setzen.

Werk zur Herstellung von Kompressoren im indischen Chakan
Das Werk in Chakan ist die neue Produktionsstätte für industrielle Kompressoren von 5 bis 90 kW sowie für mobile Kompressoren von 85 bis 1350 cfm. Der Komplex erstreckt sich auf einem Gelände von mehr als 9 ha, bedeckt 19.000 m² und umfasst ein Verwaltungsgebäude, eine Montagehalle, Lager für Fertigprodukte sowie Bereiche für Forschung und Entwicklung. Die gesamte Projektentwicklung dauerte 18 Monate. Sie wurde in über 1 Million Arbeitsstunden ohne arbeitsbedingte Unfälle zu Ende geführt.

Das Werk entstand in Übereinstimmung mit dem weltweit anerkannten Atlas Copco-Standard für nachhaltiges Bauen und mit den LEED-Richtlinien (Leadership in Energy & Environmental Design). Das neue Werk wurde vor Kurzem vom IGBC (Indian Green Building Council) als umweltfreundliches Firmengebäude mit der Stufe GOLD zertifiziert. Besonderes Augenmerk lag auf energieeffizientem Design und auf Technologien, die die Umweltauswirkungen verringern sowie den Energieverbrauch und die Beanspruchung natürlicher Ressourcen während der Bauphase, aber auch beim zukünftigen Werksbetrieb verringern. Das Regenwassersammelsystem erhielt bei der Zertifizierung die maximale Punktzahl. Dieses System sorgt dafür, dass während des Monsuns kein Regenwasser vom Gelände abfließt, sondern in einem natürlichen Reservoir gesammelt wird und so während der Trockenperioden als Ergänzung des lokalen Grundwassers dient.

Klimaanlage überflüssig

Werk zur Herstellung von Kompressoren im indischen Chakan
Die Ausrichtung des Gebäudes sowie das Design von Dach und Wänden fangen möglichst viel Tageslicht ein, sodass tagsüber keine zusätzliche Beleuchtung benötigt wird. Allerdings dringt kein direktes Sonnenlicht in das Gebäude, sodass Schatten, die eine gute Sicht beeinträchtigen könnten, und Hitzestaus im Arbeitsumfeld vermieden werden. Natürliche Luftzirkulation stabilisiert die Umgebungstemperatur, ohne dass ein kostspieliges Klimatisierungssystem erforderlich wäre.

Der Aufbau des Gebäudes richtet sich nach „fließenden“ Fertigungsprinzipien: Von der Warenannahme bis zur Verladung der Fertigprodukte durchzieht ein durchgängiger Material-, Produkt- und Informationsfluss die gesamte Wertschöpfungskette. Der Produktions- und Logistikaufbau sind auf schlanke Fertigung ausgerichtet. Folglich konnten die Anzahl der Produktionslinien und die Gesamtlänge der Montagestraßen erheblich verringert werden. Fluss und Transparenz bei der Logistik werden durch die Einführung des so genannten „Supermarktkonzepts“ erreicht: Wie in einem Supermarkt haben alle Produkte einen festen Platz und eine feste Menge, und ihre Verfügbarkeit wird im Zeitverlauf sichergestellt.

Ein Umfeld, das stete Verbesserungen ermöglicht

Informationsmanagement spielt beim Erfolg schlanker Fertigung eine Schlüsselrolle. Daher wurde ein Manufacturing Execution System (MES) entwickelt, mit dem im gesamten Prozess zeitgenaues, umfassendes Datenmanagement möglich ist. Es wurden Kernaktivitäten wie Verankern, Fixieren und Verbinden identifiziert und einzelne Schulungsstandards aufgestellt, um die Bediener auszuwählen, zu schulen, zu qualifizieren und zu zertifizieren, bevor sie ihre Arbeit an den Fertigungsstraßen aufnehmen.

Der letzte, aber wichtigste Schritt hin zur schlanken Fertigung ist die Schaffung eines Umfeldes, das stete Verbesserungen ermöglicht. Fluss und Transparenz bei den Betriebsabläufen und der Logistik ermöglichen es, Probleme schneller zu erkennen und zu benennen. Jede Arbeitsstation verfügt über ein Überwachungssystem, mit dem der Bediener seine Leistung ermitteln und Vorgesetzte über auftretende Probleme informieren kann. Bestleistungen bei der schlanken Fertigung bedeuten auch, dass jeder Einzelne dafür verantwortlich ist, zur Lösung von Problemen in seinem jeweiligen Arbeitsbereich selbst die Initiative zu ergreifen. Das neue Fertigungswerk unterstützt die Bestrebungen von Atlas Copco, auch in Zukunft auf dem indischen Markt auf Wachstumskurs zu bleiben.

Weitere Informationen erhalten Sie von:
  • Michael Gaar, PR Coordinator, Telefon: +32 (0) 3 750 80 88, E-Mail: Michael.gaar@be.atlascopco.com

Atlas Copco ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Produktivitätslösungen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden innovative Kompressoren, Vakuumlösungen, Luftaufbereitungssysteme, Bau- und Bergbaugeräte, Elektrowerkzeuge und Einbausysteme. Bei den Produkten und Dienstleistungen von Atlas Copco stehen Produktivität, ein hoher Wirkungsgrad, Sicherheit und ergonomische Gestaltung im Mittelpunkt. Das Unternehmen wurde 1873 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Stockholm und beliefert Kunden in über 180 Ländern. Im Jahre 2013 erzielte Atlas Copco Einnahmen in Höhe von 84 Mrd. SEK (9,7 Mrd. Euro) und beschäftigte über 40.000 Mitarbeiter.

Der Geschäftsbereich Kompressortechnik von Atlas Copco liefert Industriekompressoren, Vakuumlösungen, Gas- und Prozesskompressoren, Expander, Luft- und Gasaufbereitungsanlagen sowie Luftmanagementsysteme. Der Geschäftsbereich verfügt über ein weltweites Servicenetz und sorgt für Innovationen im Bereich der nachhaltigen Produktivität für Kunden aus der Fertigung, der Öl-, Gas- und Prozessindustrie. Die Hauptstandorte für Produktentwicklung und Fertigung befinden sich in Belgien, Deutschland, den USA, China, Indien und Korea.