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Kompressoren von Atlas Copco in norwegischer Mine unter Polarbedingungen im Einsatz

2014-03-11

Wilrijk, Belgien, März 2014. Im Winter können die Temperaturen bei der entlegenen Eisenerzmine im norwegischen Sydvaranger auf –35 °C fallen. Damit trotzdem alles in Bewegung bleibt sind in der Mine Lufttrockner, Schraubenkompressoren mit Öleinspritzung sowie ölfrei verdichtende Kompressoren von Atlas Copco im Einsatz. Für Sydvaranger gab es drei gute Gründe zur Auswahl von Atlas Copco als Lieferant: „Zuverlässigkeit, Lebenszykluskosten und Energieeffizienz“.

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Die Eisenerzmine von Sydvaranger befindet sich im äußersten Nordosten Norwegens, etwa 400 km nördlich des Polarkreises, in gebirgigem Gelände oberhalb der Kleinstadt Kirkenes und dem Bøkfjord, einem Wasserarm mit Verbindung zur nahe gelegenen Barentssee.

Der leitende Bergbauberater Einar Berg kennt sich mit den offenen Gruben sowie mit der Qualität des Erzes und des Gesteins bestens aus. „Das Wetter ist die größte Herausforderung für den Bergbau in dieser Gegend“, erläutert er. „Die Sommer sind hell und warm, aber im Winter können die Temperaturen bis auf –35 °C fallen.“

Atlas Copco hat der Mine Lufttrockner, Schraubenkompressoren mit Öleinspritzung sowie ölfrei verdichtende Kompressoren geliefert. „Uns war sofort klar, dass wegen der extremen Temperaturen zuverlässige Lufttrockner benötigt wurden“, erzählt Rune Mjørud Hansen, Bereichsleiter der skandinavischen Sektion des Geschäftsbereichs Kompressortechnik von Atlas Copco. „Sydvaranger Gruve hat sich für Trockner vom Typ BD entschieden, die für saubere und trockene Luft mit einem garantierten Taupunkt von mindestens –40 °C sorgen. Druckluft spielt bei der Produktion eine Schlüsselrolle, und wenn die Luft gefriert, kommt die Produktion zum Erliegen.“

Bjørnevatn, die zurzeit aktive Grube, befindet sich nur zwei Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Grob zerkleinertes Erz wird auf einer acht Kilometer langen Eisenbahnstrecke, der nördlichsten Europas, hinunter nach Kirkenes transportiert. Hier entsteht nach weiteren Zerkleinerungs- und Trennvorgängen das Konzentrat, das zu Schmelzöfen in Europa und Asien verschifft wird.

„Was für manche nur ein abgelegener Ort ist, kann sich für andere als Vorteil erweisen“, betont Berg. Bei der allerersten Fracht, die gewerblich durch das Nordpolarmeer verschifft wurde, handelte es sich um Eisenerz aus Sydvaranger auf dem Weg nach China im Jahre 2010. Im Vergleich zu herkömmlichen Handelswegen spart diese Route 40 % des Zeitaufwandes und sorgt für weniger Kraftstoffverbrauch und Emissionen.

Kompressoranlage in Sydvaranger
Laut Arnfinn Mentyjærvi, dem Wartungsmanager der Mine, hatte Sydvaranger drei gute Gründe, sich für Ausrüstung von Atlas Copco zu entscheiden: „Zuverlässigkeit, Lebenszykluskosten und Energieeffizienz“.

„Man kann auf das Preisschild schauen oder aber die Gesamtkosten in den Blick nehmen“, erklärt Mentyjærvi. „Wir entschlossen uns für eine Investition in Qualität. Dabei bauen wir auf Erfahrungen aus früherer Produktion in der Mine und wissen, dass wir uns auf die Ausrüstung von Atlas Copco verlassen können. Außerdem sind Ersatzteile leicht zu bekommen.“

Energieeffizienz gewinnt für den Bergbau immer mehr an Bedeutung. Zudem muss eine Begrenzung der verfügbaren Energie im Blick behalten werden. „Die Schließung der Mine 1996 sorgte hier in der Gegend für einen Überschuss an Elektrizität, die anderweitig kommerziell genutzt wurde“, führt Mentyjærvi aus. „Als die Mine den Betrieb wiederaufnahm, mussten wir eine ganz neue Versorgungskette etablieren. Allerdings steht Elektrizität nicht unbegrenzt zur Verfügung, daher kam es ganz besonders auf Ausrüstung mit einem hohen Wirkungsgrad an.“

Zwar sind Kompressoren nicht die größten Energieverbraucher bei Sydvaranger Gruve, wie Hansen darlegt, dennoch führt eine Senkung der Betriebskosten zu einer erhöhten Produktivität. „Ein geringer Druckabfall und eine dynamische Steuerung mit taupunktabhängiger Umschaltung waren entscheidende Kriterien“, so Hansen. „Mit unserem frequenzgesteuerten, ölfrei verdichtenden Kompressor ZR 400 VSD, der eine präzise Druckregelung ermöglicht, sind Energieeinsparungen von bis zu 35 % nichts Ungewöhnliches.“

Sydvaranger Gruve hat ein 24-Stunden-Wartungsabkommen mit Atlas Copco. 20 Mitarbeiter befinden sich vor Ort und kümmern sich um Wartung, Instandhaltung und Reparatur der Bohrgeräte. Nach Aussage von Einar Berg klappt dieses Arrangement reibungslos. „Auf täglichen Planungsmeetings richten wir die Wartungsaufgaben an der Produktion aus“, erläutert er. „Dadurch erreichen wir ein hohes Maß an Flexibilität, und tatsächlich hat es auch nur sehr wenige Probleme gegeben.“ Darüber hinaus hat Sydvaranger von Atlas Copco auch Beleuchtungsvorrichtungen und Bohrgerät unterschiedlicher Art, u. a. mit Außenbohrhämmern, bezogen.

Sydvaranger Gruve AS im Überblick

Der Export von Magnetiterzkonzentrat aus Sydvaranger begann 1910 nach der Inbetriebnahme der Mine im Jahre 1906. An die 200 Millionen Tonnen Roherz wurden produziert, bis ein Nachfragerückgang und fallende Preise 1996 die Schließung der Mine erzwangen. Zwischen 2007 und 2009 wurde die Mine, zusammen mit der Eisenbahn und den Produktionsanlagen, wieder in Betrieb genommen. Sydvaranger Gruve AS ist eine Tochtergesellschaft der in Australien ansässigen Northern Iron Ltd. Größter Anteilseigner ist die norwegische Schifffahrtsgesellschaft Tschudi. Zurzeit baut Sydvaranger Eisenerz im Tagebau in der Grube Bjørnevatn ab und transportiert das Erz über eine privat betriebene Eisenbahnstrecke nach Kirkenes, wo es weiterverarbeitet und verschifft wird. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter und arbeitet mit über 100 Zulieferern zusammen. Die Produktion belief sich im Jahre 2012 auf 2 Millionen Tonnen Konzentrat, und das Unternehmen geht davon aus, 2013 seine jährliche Nennkapazität von 2,8 Millionen Tonnen erreichen zu können. Dem laufenden Arbeitsplan zufolge soll die Kapazität bis 2017 verdoppelt werden.

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Atlas Copco ist ein weltweit führender Anbieter von industriellen Produktivitätslösungen. Das Unternehmen bietet seinen Kunden innovative Kompressoren, Vakuumlösungen, Luftaufbereitungssysteme, Bau- und Bergbaugeräte, Elektrowerkzeuge und Einbausysteme. Bei den Produkten und Dienstleistungen von Atlas Copco stehen Produktivität, ein hoher Wirkungsgrad, Sicherheit und ergonomische Gestaltung im Mittelpunkt. Das Unternehmen wurde 1873 gegründet, hat seinen Hauptsitz in Stockholm und beliefert Kunden in über 180 Ländern. Im Jahre 2013 erzielte Atlas Copco Einnahmen in Höhe von 84 Mrd. SEK (9,7 Mrd. Euro) und beschäftigte über 40.000 Mitarbeiter.

Der Geschäftsbereich Kompressortechnik von Atlas Copco liefert Industriekompressoren, Vakuumlösungen, Gas- und Prozesskompressoren, Expander, Luft- und Gasaufbereitungsanlagen sowie Luftmanagementsysteme. Er verfügt über ein globales Servicenetz und sorgt für Innovationen im Bereich der nachhaltigen Produktivität für Kunden aus der Fertigung, der Öl- und Gas- sowie der Prozessindustrie. Die Hauptstandorte für Produktentwicklung und Fertigung befinden sich in Belgien, Deutschland, den USA, China und Indien.