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Geballte Umweltkompetenz zu Gast in Türkenfeld bei GreenField

2007-05-30

TÜRKENFELD, 10. Mai 2007: „Erdgas als Kraftstoff- Praktizierter Klimaschutz"- zu diesem aktuellen Thema trafen sich am 10. Mai 2007 mehr als 130 Experten von Gasversorgern, Stadtwerken, Autoherstellern und Engineering-Unternehmen sowie Fachverbänden aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Russland und der Tschechischen Republik zum 8. Internationalen GreenField Symposium. Auf der seit dem Jahr 2000 stattfindenden Fachtagung standen in diesem Jahr Fragen von Klimaschutz und Mobilität mit Erd- und Biogas, aktuelle Entwicklungen und Erfordernisse bei Erdgasfahrzeugen und –tankstellen sowie technische und wirtschaftliche Aspekte beim Betrieb von Erdgastankstellen im Mittelpunkt. 
Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass die aktuelle Debatte zur Bekämpfung des Klimawandels und die von führenden Wissenschaftlern weltweit geforderten Maßnahmen schnellstmögliches Handeln aller Beteiligten verlangen. Die Reduzierung des Schadstoffausstoßes im Straßenverkehr ist dabei eine der vorrangigen und bei engagiertem Handeln aller Beteiligten lösbaren Aufgaben, bei der die verstärkte Nutzung von Alternativkraftstoffen wie Erd- und Biogas eine besondere Bedeutung gewinnt. Neue, auf solchen Kraftstoffen basierende Antriebstechnologien erreichen sowohl bei den CO2- Emissionen als auch beim Ausstoß von Feinstaub und Stickoxiden heutige und zukünftige europaweit gesetzlich vorgeschriebene Werte und haben nach Einschätzungen von EU- Experten ein größeres Zukunftspotenzial hinsichtlich technischem Wirkungsgrad und Schadstoffausstoß als konventionelle Benzin- und Dieselmotoren. Dank des langfristig vom Gesetzgeber garantierten niedrigen Preisniveaus für Erdgas als Kraftstoff sind solche Alternativen außerdem für den Betreiber ökonomisch sinnvoll.
Mit über 750 Erdgastankstellen und mehr als 55.000 – fahrzeugen sind durch Autohersteller und Gasindustrie in Deutschland bereits wichtige Marksteine gesetzt worden. Mit neuen Fahrzeugen wie dem Fiat Panda, dem in Entwicklung befindlichen Modell Opel Corsa D 1,6 CNG und dem Erdgasturbomotor beim VW Touran TSI-CNG können sowohl deutlich verminderte Emissionswerte als auch höhere Motorleistungen erreicht werden.
Ein großes Zukunftspotenzial, u.a. bei der Nutzung als Alternativkraftstoff besitzt Biogas, das sowohl neue Anwendungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft eröffnet als auch zunehmend industriell als Energieträger genutzt wird.
Durch verstärkte Erzeugung und Nutzung von aus Biomasse erzeugtem Biogas als Kraftstoff und seine Einspeisung ins Erdgasnetz verbessert sich zudem die Umweltverträglichkeit nochmals erheblich, der CO2-Ausstoß wird weiter reduziert und der Methananteil von Biogas erhöht sich auf ca. 96 %. Neue technische Anlagen gestatten schon heute die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität. 
Die deutsche Gasindustrie hat sich bereits im letzten Jahr verpflichtet, 10 % des Absatzes von Erdgas als Kraftstoff aus Biogas zu erzielen und wird diesen Anteil bis zum Jahr 2020 weiter erhöhen. Unternehmen der Gasindustrie wie EONRuhrgas und Verbundnetz Gas AG investieren darüber hinaus in den weiteren Ausbau des Netzes von Erdgastankstellen, sodass in Kürze ein flächendeckendes Netz von ca. 1000 Erdgastankstellen vorhanden sein wird. 
Detailliert berichteten und diskutierten die Teilnehmer über aktuelle klima- und energiepolitische Aspekte und eigene Projekte.
So referierte Ministerialrat Dr. Rupert Schäfer vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten über aktuelle Aufgaben entsprechend des „Klima-Aktionsplanes Bayern 2020", bei dem gegenwärtig Maßnahmen für einen weiteren Ausbau des Anteils nachwachsender Rohstoffe bei der energetischen und stofflichen Verwertung, u.a. als Biokraftstoffe und Biogas, geprüft werden. 
Dr. Stephan Ramesohl vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH unterstrich die Notwendigkeit rascher gemeinsamer Maßnahmen aller im Straßenverkehr beteiligten Akteure für mehr Umweltverträglichkeit und sparsameren Kraftstoffeinsatz. Dabei gewinnen alternative Kraftstoffe, wie Biomethan an Bedeutung und könnten ein Potenzial von insgesamt 15 bis 20 Prozent erreichen; nach Einschätzung des Wuppertal Instituts lassen sich mit dem umweltschonenden Kraftstoff BioErdgas die gesamten Treibstoffemissionen eines Fahrzeugs um 55 bis 65 Prozent verringern. Entscheidend bleibt aber nach Sicht von Ramesohl weiterhin die drastische Senkung des Energie- und Ressourcenverbrauchs der Fahrzeuge insgesamt als Grundvoraussetzung für ein globales nachhaltiges Energie-/Verkehrs-system.
Manfred Scheibe vom Initiativkreis Erdgas als Kraftstoff Deutschland e.V. berichtete über die „Erfolgstory Biogas" und wies auf das starke Wachstum der Biogasbranche, und vor allem den Ausbau und die Nutzung nachwachsender Rohstoffe hin, die durch staatliche Förderung und innovative technische Produkte eine interessante Perspektive für Landwirtschaft, Industrie und Verbraucher darstellt.
Markus Meyr von der Schmack Biogas AG gab einen Einblick in das Wirken eines industriellen Pioniers für Anlagen zur Herstellung von Biogas: Bei einer Nutzung von nur 12 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche könnten heute bereits 20 
Prozent des derzeitigen Erdgasverbrauchs durch Biogas ersetzt werden. Meyr sprach sich daher für eine deutliche Intensivierung der Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Anlagenbau und Energiewirtschaft und die Optimierung der Rahmenbedingungen für die Einspeisung von Biomethan ins Erdgasnetz aus.
Thomas Wöber von gibgasconsulting stellte die bereits jetzt vorhandene breite Palette von Erdgasfahrzeugen vor, mit der dem Nutzer eine ausgereifte Serientechnik zur Verfügung steht. Angesichts des Wettbewerbs moderner konventioneller und alternativer Antriebe um die Gunst der Autofahrer muss dieses Angebot dem potenziellen Kunden offensiver dargebracht werden, um die Vorteile von BioErdgas im Straßenverkehr breiter zu nutzen, so Wöber.
Vor dem Hintergrund der seit kurzem bestehenden Zugehörigkeit der GreenField Gruppe zur weltweit agierenden Atlas Copco Gruppe verfolgten die Teilnehmer ebenfalls die Ausführungen von Eric Langmans von der Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH mit Interesse. Mit dieser Eingliederung wird eine starke Organisation weiter ausgebaut mit dem Ziel, dem Markt auch in Zukunft hochwertige Produkte und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen.
Nach den Worten von Langmans werden dabei zwei führende Unternehmen im Kompressorbereich ihr langjähriges Engagement in umweltfreundliche und energiesparende Technologien ausbauen und die nötigen Synergien entwickeln, um den Kunden sichere Anwendungen und ein qualitativ hochwertiges Programm ölgeschmierter und insbesondere ölfreier Hochdruckkompressoren und Erdgastankstellen zur Verfügung zu stellen. 
Die bekannten Produkte und die Marke GreenField bleiben dabei ebenso erhalten wie die operative Eigenständigkeit der zu GreenField gehörenden Unternehmen, gleichzeitig können den Kunden vor dem Hintergrund der Zugehörigkeit zur Atlas Copco Gruppe in Zukunft individuell auf seine Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnittene Produkte und Lösungsvorschläge angeboten werden.