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Atlas Copco 2007 mit Rekordumsatz in Deutschland

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12 Gesellschaften erzielen ein Plus von 35 % auf 735 Millionen Euro / Konzern legt 2007 weltweit stark zu auf 6,7 Milliarden Euro

Die zwölf deutschen Gesellschaften der Atlas Copco Holding GmbH haben ihren Umsatz mit Werkzeugen, Kompressoren und Baumaschinen im vergangenen Jahr um rund 35 Prozent auf 735 Millionen Euro gesteigert (2006: 544 Millionen Euro). Darin seien anteilige Umsätze der jüngsten Akquisitionen enthalten, teilte Holding-Geschäftsführer Yngve Revander mit. Die fünf produzierenden Unternehmen und sieben Vertriebsgesellschaften beschäftigten Ende 2007 über 1900 Mitarbeiter (2006: rund 1600).

Nachdem Atlas Copco 2006 die hohe Nachfrage einiger Branchen nicht vollständig befriedigen konnte, waren die Kapazitäten im Laufe des Jahres 2007 stark ausgeweitet worden. „Die Investitionen vor allem in unsere Werke in Essen und Köln haben uns bereits im ersten Jahr einen großen Umsatzschub gegeben“, sagte Revander. Allein die Atlas Copco Energas GmbH in Köln hat durch den Ausbau ihren Umsatz mit der Fertigung von Gas- und Prozesskompressoren verdoppeln können. Die Kapazität des Essener Werkes der Atlas Copco Construction Tools GmbH, wo unter anderem hydraulische Aufbrechhämmer produziert werden, wurde ebenfalls ausgeweitet und wird nach Aussage Revanders auch 2008 kontinuierlich aufgestockt. Die Konjunktur sei weiterhin gut; die Nachfrage aus nahezu allen Industriebranchen nach Produkten des Konzerns werde in diesem Jahr nochmals zulegen. Um sie befriedigen zu können, sind in den Gesellschaften der Holding in diesem Jahr mindestens 160 Stellen zu besetzen. Vor allem Vertrieb und Service sollen gestärkt werden.

Größte Expansion in der Kompressortechnik

In Deutschland hat der schwedische Maschinenbaukonzern Atlas Copco drei Geschäftsbereiche: Kompressortechnik, Industrietechnik sowie Bau- und Bergbautechnik. Sehr stark gewachsen ist 2007 das Kompressoren-Geschäft. Eric Langmans, Geschäftsführer der Atlas Copco Kompressoren und Drucklufttechnik GmbH, stellt ein „positives Investitionsklima in Industrie und Handwerk“ fest. Neben organischem Wachstum trugen die neuen Geschäftsbereiche GreenField und Industrievermietung wesentlich zum Erfolg bei. GreenField ist spezialisiert auf Hochdruckkompressoren für die Prozessgas-, Erdgas- und Luftverdichtung, und speziell in der Ausstattung von Erdgastankstellen aktiv. Mit dem neuen Geschäftsbereich für Hochdruckanwendungen wird Atlas Copco in diesem Jahr sein Angebot für große Gasversorgungsunternehmen ausweiten.

Zum überdurchschnittlichen Ergebnis haben ferner einige Großaufträge aus der Stahlindustrie, der Textilindustrie und von Herstellern medizinisch-technischer Produkte beigetragen. Diese Kunden fragten vor allem Turbokompressoren mit hohen Antriebsleistungen und ölfreier Verdichtungstechnik nach.

Einen weiteren Schub erwartet Langmans vom Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan (EEAP) der Bundesrepublik Deutschland (EU-Richtlinie 2006/32/EG über Endenergieeffizienz und Energiedienstleistungen). Der Aktionsplan fordert von Unternehmen, öffentlichem Sektor und privaten Haushalten bis zum Jahr 2016 definierte Energieeinsparungen. Dadurch werde der Bedarf an Energieberatung in der Industrie deutlich steigen, betont Langmans. Atlas Copco werde sich mit neuen Dienstleistungen darauf einstellen.

Schraubtechnik: Hohe Nachfrage aus Automobilindustrie

Die Unternehmen des Konzernbereichs Industrietechnik legten beim Umsatz 2007 abermals zweistellig zu. Überraschend hoch war die Nachfrage nach Schraubmontagesystemen aus der Automobilindustrie; doch auch die übrigen Branchen bestellten mehr Werkzeuge, Montagesysteme, Bohr- und Schleifmaschinen. „2008 dürfte der Bedarf an Maschinen und Dienstleistungen auf dem hohen Level bleiben“, glaubt Holding-Chef Yngve Revander. Daher werde man auch in diesem Geschäftsbereich seinen Mitarbeiterstamm ausweiten: Über die Hälfte der derzeit in Deutschland bei Atlas Copco offenen Stellen entfällt auf die Schraubtechnik und damit zusammenhängende Dienstleistungen. Vor allem die Nachfrage nach höherwertiger Technik und stärker automatisierten Anlagen kurbeln das Geschäft an. Ziel der Kunden sei es, so Revander, zum Beispiel in der Montage Druckluftwerkzeuge durch – genauere – Elektrowerkzeuge zu ersetzen; damit könnten Ausschussraten gesenkt und Schraubergebnisse dokumentiert werden. Auch die Nachfrage nach Prozessanalysen und Schulungen werde weiter deutlich zulegen.

Bau- und Bergbautechnik 2007 gut gewachsen / Aussichten am Bau in Deutschland für 2008 verhaltener

Der Geschäftsbereich Bau- und Bergbautechnik verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2007 auf dem deutschen Markt ein hohes Wachstum; die Nachfrage stieg sowohl für Erweiterungs- als auch für Ersatzinvestitionen. Hervorzuheben sind besonders die Flotteninvestitionen der Vermietungsunternehmen. Auch Geräte für den Ausbau der Erdwärmenutzung wuchsen überproportional, getrieben durch hohe Energiekosten und öffentliche Förderung. In den letzten drei Monaten der Jahres war die Nachfrage verhaltener.

Die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren der Baubranche für 2008 ein Wachstum von 0,5 Prozent nach etwa 4 Prozent im vergangenen Jahr. Die Nachfrage im für Atlas Copco besonders interessanten Tiefbau, speziell im Straßen- und Tunnelbau, dürfte sich überproportional entwickeln. Der für den Konzern in Deutschland weniger bedeutende Bereich Bergbau/Steinbruch soll dagegen laut Prognose leicht schrumpfen.

Atlas Copco wird sein Geschäft 2008 über Effizienzverbesserungen und Umweltfreundlichkeit forcieren; neue leistungs- und verbrauchsoptimierte Geräte erweitern das Angebot. Darüber hinaus wird das sogenannte Aftermarket-Geschäft (Wartung und Instandhaltung, Ersatzteilversorgung und erweiterte Dienstleistungen) entsprechend der Marktnachfrage auch in diesem Jahr weiter stark zulegen.

Weltweit 6,7 Milliarden Euro Umsatz / Rekordjahr für Konzern

Seinen weltweiten, konsolidierten Umsatz hat der schwedische Maschinenbau-Konzern Atlas Copco AB im Jahr 2007 um 25 % auf 63,4 Milliarden Schwedische Kronen gesteigert (6,7 Mrd. Euro) (2006: 50,5 Mrd. SEK beziehungsweise 5,6 Mrd. Euro – bei anderem Wechselkurs). Der Betriebsgewinn stieg um 31 % auf einen neuen Rekord von 12,1 Mrd. SEK (1,3 Mrd. Euro), der Gewinn vor Steuern auf 10,5 Mrd. SEK (1,1 Mrd. Euro). Konzernchef Gunnar Brock sprach von „extrem guten Zahlen“. Speziell die weltweite Bau- und Bergbaukonjunktur habe in den letzten drei Monaten 2007 eine ungewöhnlich hohe Nachfrage entwickelt. Für die nächsten Monate erwartet Brock in fast allen Konzernbereichen weiterhin starkes Wachstum. Zum 31. Dezember beschäftigte Atlas Copco weltweit 32947 Mitarbeiter, rund 7000 mehr als Ende 2006. Davon sind gut 3100 allein dem organischen Wachstum zu verdanken.
Einzelheiten zum Geschäftsbericht unter www.atlascopco.com.

Atlas Copco ist ein weltweit tätiger, 1873 gegründeter Maschinenbaukonzern mit Hauptsitz in Stockholm. 2007 erwirtschafteten die drei Konzernbereiche Industrietechnik, Kompressortechnik, Bau- und Bergbautechnik mit 32947 Mitarbeitern rund 63,4 Mrd. schwedische Kronen (6,7 Milliarden Euro). Die Gruppe produziert und vermarktet Kompressoren und Generatoren, Bau- und Bergbauausrüstungen, Industriewerkzeuge, Montagesysteme sowie passende Dienstleistungen.
 
In Deutschland ist der Konzern seit 1952 vertreten. 2007 waren unter dem Dach der deutschen Holding zwölf Gesellschaften vereint, darunter vier produzierende Werke, sieben Vertriebsgesellschaften und ein Engineeringzentrum für Schraubsysteme. Die über 1900 Beschäftigten erzielten einen Umsatz von 735 Millionen Euro.