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Einfach, ergonomisch und effizient
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Atlas Copco Tools auf der Motek (10. bis 13. Oktober in Stuttgart)
Den Umstieg von Druckluft- auf gesteuerte Elektrowerkzeuge will Atlas Copco Anwendern erleichtern. Dazu stellt das Unternehmen auf der Motek den neuen Tensor-ES-Schrauber mit seiner einfach zu bedienenden Steuerung vor. Weitere Neuheiten zielen auf Verbesserungen in der Qualitätssicherung sowie die produktivere Montage bei kleinen Drehmomenten.
Essen, August 2011 – Noch einfacher, ergonomischer und effizienter sind die Produktneuheiten, die Atlas Copco Tools in diesem Jahr auf der Montagemesse Motek präsentiert (Halle 1, Stand 1610). „Wir stellen in Stuttgart erstmals eine ganz neue Einstiegsklasse in die gesteuerte Schraubtechnik vor“, erklärt Erik Felle, neuer Geschäftsführer Allgemeine Industrie bei den Essenern: die Tensor-ES-Schrauber mit den Power-Focus-600-Steuerungen. „Damit wollen wir vor allem Anwender gewinnen, die bislang vorrangig mit Druckluftwerkzeugen montiert haben und ihnen den Einstieg in höherwertige Technik erleichtern.“ Bei vielen Kunden, etwa im Maschinenbau und anderen klassischen Branchen, aber auch etwa im Windkraftanlagenbau und anderen Erneuerbaren Energien, sei noch eine Hemmschwelle festzustellen, von Druckluft- auf Elektrowerkzeuge umzusteigen, obwohl die gesteuerte Technik sehr viele Vorteile biete.
Insbesondere die bei Elektrowerkzeugen notwendigen Steuerungen hätten bislang so manchen Anwender vom Umstieg abgehalten, weiß Felle. Deshalb habe Atlas Copco nicht nur das Werkzeug im Vergleich zu den früheren Einstiegsmodellen, Tensor DS und DL, deutlich schneller, robuster und mit ihren neuen LED-Anzeigen verständlicher gemacht, sondern einen Großteil der Entwicklungsarbeit in die neuen Steuerungen gesteckt. „Installation und Handhabung sind nun absolut kein Hexenwerk mehr“, sagt Felle. „Auch Upgrades sind viel einfacher möglich als bei anderen Systemen auf dem Markt.“
So setzt Atlas Copco beim Power-Focus 600 erstmals ein browserbasiertes Bedienkonzept ein: Anwender müssen keine spezielle Bediensoftware mehr installieren, sondern können von jedem Rechner im Netzwerk auf die Steuerung zugreifen. Als Neuheit ist das Betriebssystem auf dem sogenannten „Intelligent Application Module“ (IAM) installiert, das ein austauschbarer Bestandteil der Steuerung ist. Bei einem Wechsel der Steuerung können daher keine Kompatibilitätsprobleme mit unterschiedlichen Firmwareständen auftreten.
Turbo-Tight beschleunigt Verschraubungsprozesse
Im Inneren arbeiten die Systeme mit der innovativen Steuerungsstrategie „Turbo-Tight“. Sie reduziert die Reaktionsmomente bei der Verschraubung erheblich. Mitarbeiter profitieren von einer schnelleren Abschaltung beim Enddrehmoment, wodurch das Hand-Arm-System praktisch nicht mehr belastet wird. Außerdem beschleunigt dieses Verfahren den Verschraubungsprozess. „Dadurch nimmt auch die Wirtschaftlichkeit zu“, betont Erik Felle. „Das gilt übrigens grundsätzlich für Elektroschrauber, denn im Vergleich zu Druckluftschraubern benötigen sie nur zehn Prozent der Energie.“
Prozesssicherheit bei kleinen Drehmomenten für Elektronik- und Medizintechnikanwendungen
Als weitere Neuheit präsentiert Atlas Copco den Microtorque Focus 400 – die Einstiegs-Steuerung für Montagearbeiten mit sehr kleinen Drehmomenten zwischen 0,5 und 250 Newton-Zentimetern (Ncm; 250 Ncm = 2,5 Nm), wie sie etwa in der Elektronikbranche oder der Medizintechnik gängig sind. Die Steuerung arbeitet mit allen handgehaltenen Kleinschraubern der Microtorque-Baureihe von Atlas Copco, zum Beispiel dem Microtorque Ergo. Nur ein System ersetzt bis zu drei herkömmliche Kleinschrauber und verbessert laut die Qualität der Verschraubungen erheblich.
Durch die ganz neue, intuitive Nutzeroberfläche werde die Bedienung der Schraubersteuerung zum Kinderspiel, heißt es bei Atlas Copco. Die Software zur Kurvenanalyse ist standardmäßig in die Bediensoftware integriert. Damit arbeiten und parametrieren Anwender nicht nur effizienter, sondern haben ihre Schraubprozesse vollständig unter Kontrolle. Ein weiteres Highlight ist die innovative Auto-Set-Funktion, die es ermöglicht, das Vorgabe-Drehmoment direkt an der Steuerung einzustellen: Der Schrauber parametriert sich dann selbst, so dass weitere manuelle Einstellungen überflüssig werden und die Inbetriebnahme auch ohne Softwareanbindung denkbar einfach wird.
Intelligente Qualitätssteuerung senkt Kosten um bis zu 40 %
Ebenfalls zum ersten Mal auf einer Messe stellt Atlas Copco seine neue Strategie-Software für die Qualitätssteuerung vor, QS-Loop. Das Programm vernetzt alle wichtigen Daten, die in Verbindung mit dem Schraubprozess stehen, aus der Fertigung, der Konstruktionsabteilung oder der Qualitätssicherung und kann laut Felle die Prozess- und Qualitätssicherheit beim Verschrauben steigern sowie die Kosten der Qualitätssicherung um bis zu 40 % senken.Benutzer der verschiedenen Fachabteilungen haben mit QS-Loop alle Schraubprozesse im Blick: Schnell und effizient lassen sich Daten über Schraubverbindungen aus unterschiedlichen Unternehmensabteilungen über Netzwerk oder via Funk sammeln und organisieren. „Unsere Entwickler haben eine sehr ausgeklügelte Prozessbewertungslogik programmiert, die es der Software erlaubt, vollautomatisch Aussagen darüber zu treffen, ob oder welche Schraubstelle geprüft oder welches Werkzeug gewartet werden muss“, sagt Erik Felle. „Tritt ein Problem in einem Schraubprozess auf, erhält der Anwender umgehend eine automatische Meldung per SMS oder E-Mail.“ Schraubprozesse könnten auf diese Weise viel genauer und effizienter analysiert und optimiert werden; notwendige Kapazitäten ließen sich sehr exakt planen.
QS-Loop liefert umgehend Antworten auf Fragen wie: Darf überhaupt weiter produziert werden? Muss die Linie angehalten werden? In welchem Umfang ist gegebenenfalls Nacharbeit erforderlich? Wann und wie müssen Prüfungen durchgeführt werden?
Handliche Analysegeräte für die Qualitätssicherung an der Linie
Eine weitere Neuvorstellung am Atlas-Copco-Stand in Stuttgart ist das Analysegerät ST-Analyser. Mit ihm wird die Qualitätssicherung in der Produktion sehr viel einfacher: Nur knapp unter 500 g wiegt das Analysegerät, das Produktionsverantwortliche oder Qualitätssicherer aufgrund seiner kompakten Bauweise überall an der Linie schnell zur Hand haben und einsetzen können. Mit dem Gerät lassen sich bis zu 1000 Werkzeuge im integrierten Speicher verwalten und rechtzeitig prüfen. Dazu stehen verschiedene rotierende oder statische Messwertgeber zur Verfügung.
Bild 1: Den Umstieg von Druckluft- auf Elektroschrauber will Atlas Copco Anwendern mit einer neuen Werkzeuggeneration erleichtern. Elektroschrauber beherrschen mehr Schraubstrategien, verbrauchen weniger Energie und sind heutzutage auch sehr leicht zu bedienen. (Bild: Atlas Copco Tools)
Bild 2: „Installation und Handhabung von Elektroschraubern werden immer einfacher“, sagt Geschäftsführer Erik Felle. „Damit werden sie auch für viele Anwender interessanter, die bislang nur auf Druckluft gesetzt haben.“ (Bild: Atlas Copco Tools)
Bild 3: Der neue Tensor-ES-Schrauber mit Steuerung. Diese lässt sich intuitiv bedienen – und dank des browserbasierten Konzepts sogar von jedem PC im Netzwerk aus. (Foto: Atlas Copco Tools)
Bild 4: Ebenfalls neu: die Microtorque-Focus-Steuerungen für Schrauber mit sehr kleinen Drehmomenten. Ein System allein kann bis zu drei herkömmliche Kleinschrauber ersetzen und die Qualität der Verschraubungen erheblich verbessern. (Foto: Atlas Copco Tools)
Bild 5: ST-Analyser heißt das handliche Analysegerät für die Schraubmontage von Atlas Copco. Anwender können diverse Messwertgeber anschließen, um die Güte der Verschraubungen direkt an der Linie zu prüfen. (Bild: Atlas Copco Tools)


