Problemlöser bei der Metro Doha

14. Juni 2016

Ingenieure nutzen bei der Arbeit an der neuen Super-U-Bahn in Doha, der Hauptstadt von Katar, eine Technik aus der Welt der Oberflächenbohrung, um ein häufiges Problem im Untergrund zu lösen.

Kompakt und leistungsstark: Die FlexiROC T20 R bohrt Entwässerungslöcher im engen Raum der Grünen Linie.

Der erste Bauabschnitt der neuen Metro von Doha verläuft nach Plan, drei der vier Tunnel im Netz beginnen, Form anzunehmen. Die Grüne Linie, auch Education Line genannt, war eines der ersten angegriffenen Projekte. Sie besteht aus zwei Zwillingsröhren, die Doha aus dem Süden erreichen und dann in Richtung Westen abdrehen, durch das Universitätsviertel und weiter zum Al Rayyan-Stadium. Diese Linie wird auch viele Tausend Fußballfans während der FIFA WM 2022 zum und vom Stadion transportieren. Wie alle Tunnel im System hat die Grüne Linie einen inneren Durchmesser von 6,17 m und eine gesamte unterirdische Länge von 37 km (2 x 18,5 km). Sie wird in einer Tiefe von ca. 20 m durch weiches Gestein getrieben – eine Mischung aus Simsima-Kalkstein, Midra-Schiefer und Rus-Formationen.

Der Fortschritt ist im Zeitplan, aber es dringt ständig Grundwasser in die Tunnel ein, was eine große Herausforderung für die Ingenieure darstellt, nicht zuletzt an den Verbindungsstellen der vielen Notfallpassagen entlang der Strecke. Diese Passagen, die 10 m bis 15 m lang sind und mit Minibaggern erstellt werden, können erst mit den Haupttunneln verbunden werden, wenn der umliegende Grund gründlich entwässert ist – eine Aufgabe, die spezielle Bohrtechnik und Know-how erfordert. Die Arbeit ist schwierig, wird aber erfolgreich durch den Auftragnehmer PSH JV, ein Joint Venture der Porr Bau GmbH aus Österreich, der Saudi Binladin Group aus Saudi-Arabien und der Hamad Bin Khalid Contracting (HBK) aus Katar, erledigt. Ferenc Lavicska, Werkleiter von PSH JV, sagte M&C: „Hier liegt der Schwerpunkt auf Qualität, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit. Auf der Suche nach einem Weg, das Wasserproblem bei den Kreuzpassagen zu lösen, brauchten wir also eine optimale Lösung.“

“Die Ausstattung ist sehr effektiv und robust, was für diese Anwendung notwendig ist. ”

Ferenc Lavicska, Werksleiter, PSH JV

Das richtige Material

Verschiedene Lösungen wurden ausgewertet, bevor die Vertragspartner sich auf die einigten, die sie als optimal empfanden: FlexiROC T20 R-Bohranlagen mit Symmetrix-Bohrsystem und technischem Rund-um-die-Uhr-Support, alles von Atlas Copco bereitgestellt. „Beim Auswahlverfahren hatten wir eine sehr gute technische Beratung mit Atlas Copco. Sie zeigten uns, dass sie eine Lösung anbieten konnten, die unsere Anforderungen erfüllt“, sagt Lavicska. „Inzwischen ist offensichtlich geworden, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben.“ Die FlexiROC T20 R, die überwiegend für den Einsatz über Tage entwickelt wurden, erwiesen sich als gut geeignet für diese Anwendung im Untergrund. Es sind kompakte Einheiten mit kurzem, angepasstem Vorschub, was es ihnen ermöglicht, frei im sehr engen Raum im Inneren der Tunnel zu arbeiten. Ausgestattet mit dem leistungsfähigen Gesteinsbohrhammer COP 1140, der einen Motor mit hohem Drehmoment hat, können sie in jedem beliebigen Winkel bohren. Sie können auch mit Permanent Casing-Rohren verwendet werden (nach einer einfachen Modifikation des Bohrstahl-Supportsystems) und sind besonders leicht zu pflegen.

Die Skyline von Doha bei Nacht

The Doha skyline at night

Entwässerung des Grunds

Eine der FlexiROC T20 R-Mannschaften zusammen mit Experten von Atlas Copco bei einer Trainingseinheit in Doha.

Nachdem TBMs die Installationspunkte der Kreuzpassage passiert hatte, begannen die FlexiROC T20 R umgehend mit dem Bohren der Entwässerungslöcher. Die Bohrungen sind 76 mm im Durchmesser und werden vor allem in die Tunnelwände bis zu einer Tiefe von 12 m bis 14 m getrieben. Es werden pro Tag bis zu 10 Bohrungen in zwei Schichten von 10 Stunden abgeschlossen. Während dieser wichtigen Entwässerungsaktionen haben sich die Maschinen auch als sehr kraftstoffeffizient erwiesen; sie verbrauchen nur 20 - 25 Liter pro Stunde. Zudem haben sich alle Bohrwerkzeuge, einschließlich der R32-Bohrgestänge, Schaftadapter und Bohrbits, als perfekt für die Anwendung geeignet und langlebig erwiesen. Beispielsweise wurde gemeldet, dass die Lebensdauer der Bits bei Dauerbetrieb einen bis eineinhalb Monate beträgt.

Nachdem TBMs die Installationspunkte der Kreuzpassage passiert hatte, begannen die FlexiROC T20 R umgehend mit dem Bohren der Entwässerungslöcher. Die Bohrungen sind 76 mm im Durchmesser und werden vor allem in die Tunnelwände bis zu einer Tiefe von 12 m bis 14 m getrieben. Es werden pro Tag bis zu 10 Bohrungen in zwei Schichten von 10 Stunden abgeschlossen. Während dieser wichtigen Entwässerungsaktionen haben sich die Maschinen auch als sehr kraftstoffeffizient erwiesen; sie verbrauchen nur 20 - 25 Liter pro Stunde. Zudem haben sich alle Bohrwerkzeuge, einschließlich der R32-Bohrgestänge, Schaftadapter und Bohrbits, als perfekt für die Anwendung geeignet und langlebig erwiesen. Beispielsweise wurde gemeldet, dass die Lebensdauer der Bits bei Dauerbetrieb einen bis eineinhalb Monate beträgt.

“Die gesamte Lösung funktioniert sehr gut. Die Maschinen erledigen ihre Aufgabe nicht nur, sondern sind auch sehr robust, was für diese Anwendung erforderlich ist. Wir sind sehr zufrieden mit den Fortschritten.”

Ferenc Lavicska, Werksleiter, PSH JV

Ausrüstung für die Natursteinindustrie 2016 Natursteinindustrie über Tage-Bohrgeräte