Strossensicherheit

23. Mai 2016

In Chile setzt Codelco weiterhin in allen seinen Bergbaubetrieben neue Initiativen zur Erhöhung der Sicherheit der Arbeiter um und steigert die Risikokontrolle beim Abbau. Ein weiteres Beispiel ist der Bergbaubetrieb Radomiro Tomic, wo die Fernwirktechnik den Betrieb revolutionieren könnte.

Der Schutz der Bergleute vor den Gefahren schädlicher Umgebungen ist ein wachsender globaler Trend und der Bergbaubetrieb Codelco Radomiro Tomic ist hier ein Vorreiter. In dem fortwährenden Bemühen, das Leben der Bergleute dieses Kupfertagebaus sicherer zu machen, hat RT, wie der Bergbaubetrieb genannt wird, in ferngesteuerte Bohrgeräte investiert.

Die Grube kaufte vor Kurzem eine Flotte von fünf Atlas Copco SmartROC D65 zusammen mit einer BenchREMOTE-Einheit und ist damit die erste Mine in Lateinamerika, die das ferngesteuerte Terrassieren nutzt. Die Entscheidung gilt als ein Meilenstein für RT und Codelco und bekräftigt die Strategie der Gruppe, neue Technologien anzuwenden, um Prozesse sicherer und produktiver zu machen.

Auf 3.000 m über dem Meeresspiegel in der Wüste Atacama, etwa 250 km nordöstlich von Antofagasta und 40 km nördlich von San Pedro de Atacama gelegen, produziert Radomiro Tomic rund 330.000 Tonnen Kupferkathoden pro Jahr.

Mit den neuen Bohrgeräten, ergänzt durch BenchREMOTE, prüft die Mine jetzt, ob das System vollständig traditionelle Methoden ersetzen kann. Claudia Domínguez, Manager für Arbeitersicherheit und Gesundheit bei RT, weist darauf hin, dass die Mine in den letzten Jahren hart auf eine Verbesserung der Sicherheit hingearbeitet hat.

„Wir schärfen allen unseren Mitarbeitern ein, die richtige Entscheidung zu treffen und ihre Tätigkeiten einzustellen, wenn sie auf Risiken außerhalb unserer Kontrolle treffen, z. B. plötzlichen Steinschlag“, sagt sie. „In dieser Hinsicht hilft BenchREMOTE uns, die letzte Hürde zur Verhütung von Unfällen zu nehmen, da es das Risiko komplett eliminiert.“

“Weil es eine Reihe schwerer Unfälle in Chile gab, ist die Technologie von Atlas Copco willkommen. Da sie unsere Arbeitsbedingungen verbessern, werden die Arbeiter sie sehr schätzen.”

Claudia Domínguez, Manager für Betriebssicherheit und Gesundheit bei RT

Minenmanager Raúl Galán stimmt zu und ergänzt, dass die Umstellung von konventionellen Bohrungen auf Fernbedienung mit dem SmartROC D65 gut zur Strategie passt. „Unser Plan baut auf vier Säulen auf: Sicherheit, Innovation, Leistung und operative Exzellenz“, erläutert er. „Die Technologie passt perfekt, da es sich um ein computergestütztes, hoch produktives System handelt, das ein hohes Maß an Schutz für unsere Mitarbeiter bedeutet. Das gibt uns Gelassenheit.“

Er ergänzt, dass die Einführung fernbedienbarer Bohrungen zeitgemäß ist: „Der Bergbau hat sich geändert. Wir befinden uns in einem neuen Zyklus niedrigerer Kupferpreise, und das bedeutet, dass wir uns rasch auf die Herausforderungen einstellen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das Gerät hilft uns, dies zu tun. Es ist kostengünstiger und ermöglicht es, bis zu drei Bohranlagen gleichzeitig fernzusteuern, was eine höhere Produktivität bedingt.“

Test im Gange

Die Mine ist derzeit mit Erprobung und Evaluierung des Systems beschäftigt, aber das Management ist zuversichtlich, dass es die Erwartungen erfüllen wird. Wenn alles gut geht, können die neuen Bohrgeräte im vollautomatischen Modus auch zwischen den Schichten und während der Essenspausen verwendet werden, um die Produktivität weiter zu steigern. Im Vergleich zur bisherigen Flotte, einschließlich der Atlas Copco ROC L8, will die Mine auch die Verfügbarkeit steigern.

Danilo Díaz, leitender Ingenieur und Minenmanager bei Radomiro Tomic, sagt: „Im Vergleich zu unserer ROC L8 erwarten wir eine Verringerung der Anzahl an Vorfällen sowie eine längere Lebensdauer und eine bessere Leistung von Anlage, Komponenten und Ersatzteilen. Außerdem erwarten wir eine höhere Verfügbarkeit und geringere Kosten für die jährliche Wartung sowie laufenden Support und Schulungen für unsere Bediener und das Wartungspersonal.“

Die Grube geht davon aus, dass die Bediener die neue Technologie annehmen und sich an die Arbeit mit der Fernsteuerung im BenchREMOTE-Fahrzeug fern der Bohrbilder im Arbeitsbereich gewöhnen. Die Maschinen werden in verschiedenen Abschnitten der Grube eingesetzt. Die Bediener arbeiten in Zweiergruppen und Díaz sagt, er möchte so viele wie möglich einsetzen, um ein möglichst breites Feedback zu Betriebs- und Wartungsfragen zu erhalten. Lesen Sie die ganze Geschichte online in Bergbau und Bauwesen.

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